Zwischen Ruhrgebiet und ländlicher Idylle


Wer ich bin

Schön, dass du hier bist! Ich bin Marcel-André – Imker aus Leidenschaft, Naturfreund und jemand, der Landwirtschaft nicht nur als Beruf, sondern als Teil seiner Heimat versteht.

Ich bin in Recklinghausen geboren und im Ruhrgebiet aufgewachsen. Heute lebe ich in Herten und baue mit Marcels Imkerei & Bauerngarten meinen eigenen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb auf.

Was mich dabei antreibt, ist die Verbindung zweier Welten:
Das lebendige, dicht besiedelte Ruhrgebiet und die ursprüngliche ländliche Idylle, die ich seit meiner Kindheit kenne und liebe. Mit meiner Imkerei möchte ich ein Stück dieser Naturverbundenheit in meine Heimat bringen – mit regionalem Honig, einem achtsamen Umgang mit meinen Bienenvölkern und dem Wunsch, unsere Landschaft ein wenig vielfältiger zu gestalten.


Meine Wurzeln liegen auf dem Bauernhof


Meine Liebe zur Landwirtschaft begann lange vor meiner ersten Bienenbeute.

Meine Familie stammt ursprünglich aus Kummrow in Brandenburg, wo meine Großeltern einen kleinen Bauernhof mit rund 24 Hektar Land bewirtschafteten. Nach ihrer Flucht aus der DDR fanden sie in Recklinghausen eine neue Heimat. Ich selbst bin hier geboren und aufgewachsen, doch die Sommer verbrachte ich regelmäßig auf dem alten Familienhof in Brandenburg.

Dort habe ich ein Stück ursprüngliches Landleben kennengelernt: die Nähe zur Natur, den Wechsel der Jahreszeiten und die Selbstverständlichkeit, mit der Landwirtschaft, Tiere und Pflanzen zum Alltag gehören.

Meine Großeltern waren begeisterte Naturfreunde. Sie machten mich auf die heimischen Insekten, Pflanzen und Amphibien aufmerksam und weckten in mir eine Neugier, die mich bis heute begleitet.

Der alte Hof konnte nach der Wiedervereinigung nicht wieder als landwirtschaftlicher Betrieb aufgenommen werden. Die Verbindung zu diesem Ort und zu dem, wofür er steht, ist für mich dennoch geblieben.

Heute führe ich den Familienbesitz weiter und versuche, ihn in meinem Sinne verantwortungsvoll zu gestalten. Dazu gehören eine schonende, auf natürliche Erneuerung ausgerichtete Bewirtschaftung unserer Waldflächen, die Unterstützung lokaler Projekte und die Bereitstellung von Flächen für den Schutz der Feldlerche.

Für mich bedeutet Landwirtschaft deshalb nicht nur, etwas zu erzeugen. Sie bedeutet auch, Verantwortung für die Landschaft zu übernehmen, die wir einmal weitergeben werden.


Meine Bienen im Ruhrgebiet


Das Ruhrgebiet ist meine Heimat.

Und auch wenn viele Menschen bei dieser Region zuerst an Städte, Industrie und Bergbau denken, entdecke ich hier jeden Tag eine andere Seite: überraschend vielfältige Landschaften, landwirtschaftliche Betriebe, Wälder und Menschen, die sich für ihre Heimat engagieren.

Mit meinen Bienen bin ich an verschiedenen Orten in der Region zu Hause. Auf Flächen des ehemaligen Bergbaustandorts Blumenthal Schacht 1/2 darf ich dank einer Vereinbarung mit der RAG AG meine Bienenvölker aufstellen. Damit ist meine Imkerei auch mit der Geschichte einer Region verbunden, in der sich Landschaften immer wieder verändern und neue Lebensräume entstehen.

In der Mollbeck in Recklinghausen arbeite ich mit einer Bauernfamilie zusammen, auf deren Flächen weitere Bienenvölker stehen. So bin ich Schritt für Schritt stärker in die landwirtschaftliche Gemeinschaft der Region hineingewachsen.

Einen weiteren Standort betreibe ich im Kleingartenverein „Im Grünen“ in Herten-Scherlebeck. Dort findet auch meine Live-Imkerei statt: Ich gebe Einblicke in die Arbeit am Bienenvolk, beantworte Fragen und lade Interessierte dazu ein, die Welt der Bienen unmittelbar kennenzulernen.

Gleichzeitig möchte ich dazu ermutigen, die Region vor der eigenen Haustür neu zu entdecken – vom Spargeldorf Herten bis zu den grünen Landschaften rund um Recklinghausen.


Mich begleitet die Verantwortung für Natur


Meine Vorstellung von Naturschutz beginnt nicht bei großen Versprechen, sondern bei konkreten Entscheidungen vor Ort.

Auf den Flächen unseres Familienbesitzes in Brandenburg unterstütze ich unterschiedliche Formen einer verantwortungsvollen Nutzung. Dazu gehören die natürliche Erneuerung des Waldes, die Förderung geeigneter Lebensräume und die Bereitstellung von Flächen für den Schutz der Feldlerche. Auch die Verpachtung eines Flurstücks für einen Kinderspielplatz in Kummrow gemeinsam mit dem Traditionsverein Vorort gehört für mich zu einer sinnvollen Entwicklung des ländlichen Raums.

Diese Erfahrungen prägen auch meine Arbeit im Ruhrgebiet.

Ich möchte zeigen, dass Landwirtschaft, Naturschutz und wirtschaftliches Handeln kein Widerspruch sein müssen. Nicht jede Fläche muss gleich genutzt werden. Manchmal ist es sinnvoll, Lebensräume zu schaffen oder zu erhalten. Manchmal geht es darum, regionale Produkte zu erzeugen und Menschen wieder näher an ihre Umgebung heranzubringen.

Mit Marcels Imkerei & Bauerngarten möchte ich genau diese Verbindung greifbar machen: durch meine Bienenvölker, durch naturnahe Gartenprojekte und durch Angebote, die Menschen für die Zusammenhänge in unserer Natur begeistern.


Technik trifft Natur


Neben meiner Leidenschaft für die Landwirtschaft bringe ich einen ganz anderen beruflichen Hintergrund mit.

Ich habe Maschinenbau studiert und anschließend neun Jahre als Produktmanager für Strömungssensoren und Energiemanagementsysteme gearbeitet. Dabei war ich für ein internationales Produktportfolio verantwortlich.

Diese Zeit hat mich gelehrt, komplexe Zusammenhänge zu verstehen, strategisch zu planen und unterschiedliche Menschen und Interessen zusammenzubringen. Sie hat mir außerdem die Erfahrung gegeben, technische Themen verständlich zu vermitteln und Vorträge auf Deutsch und Englisch zu halten.

Heute nutze ich diese Fähigkeiten für meine Imkerei. Denn neben der Arbeit am Bienenvolk gehören Organisation, Qualität, Vermarktung und der Austausch mit Menschen zu meinem landwirtschaftlichen Betrieb dazu.

Die Natur lässt sich nicht vollständig planen – aber man kann lernen, sie besser zu verstehen und mit ihr umzugehen.


Meine Vision


Genuss, Landwirtschaft und Natur verbinden

Mit Marcels Imkerei & Bauerngarten möchte ich Schritt für Schritt einen Betrieb aufbauen, der mehr ist als eine Quelle für regionalen Honig.

Ich möchte Menschen für die Welt der Bienen begeistern, ihnen die Arbeit eines Imkers näherbringen und zeigen, wie eng unsere Ernährung mit intakten Lebensräumen verbunden ist.

Dazu gehören sorgfältig erzeugte Bienenprodukte ebenso wie Führungen, Kurse, Bienenpatenschaften und Kooperationen mit Unternehmen, die sich für mehr Biodiversität engagieren möchten.

Meine Vision ist dabei bewusst bodenständig: Ich möchte mit dem arbeiten, was vor Ort möglich ist, regionale Partnerschaften aufbauen und mit kleinen, konkreten Schritten etwas bewegen.

Denn ich bin überzeugt, dass Naturschutz nicht erst bei großen Projekten beginnt. Er beginnt dort, wo wir leben, arbeiten, einkaufen und Entscheidungen treffen.

Schön, dass du mich auf diesem Weg begleitest.

Vielleicht lernen wir uns bei einem Glas Honig, bei einer Führung an meinem Bienenstand oder bei einem gemeinsamen Naturschutzprojekt persönlich kennen.

Ich freue mich darauf!

Marcel-André Beu
Marcels Imkerei & Bauerngarten